MANIPULATION

VERZERRTE WAHRHEIT

30-01Informationen lassen sich durch die Gestaltung in die gewünschte Richtung verzerren, ohne die Unwahrheit sagen zu müssen. Das liegt daran, dass wir die Wirkung der Gestaltungsform nur unbewusst wahrnehmen, ihr aber trotzdem unterliegen. Der optische Eindruck wiegt meist schwerer als der Inhalt, weil er zuerst wahrgenommen wird.
Zum Beispiel die Verfälschung eines Trends mittels der Perspektive.


KAPPUNG NULL-LINIE

Linie-01Eine weitere Verfälschung entsteht indem man die
0-Linie kappt. Kleine Zu- oder Abnahmen werden plötzlich mit grossen Schwankungen dargestellt.
Mit wenigen Ausnahmen sollte jede Skala bei der
0-Linie beginnen. Wird sie trotzdem einmal gekappt, muss dieser Umstand deutlich ersichtlich sein.
Ausnahme: Bei täglichen Devisen- und Zins­schwankungen. Hier würde man, wenn man bei Null beginnt, kaum Schwankungen ausmachen können.


VERGLEICHS-VERZERRUNGEN

30a-01Die Darstellung einer Menge lässt sich nicht mit unterschiedlich grossen Merkmalen darstellen. Diese verfälschen das Bild, weil keine Vergleiche, weder im Zwei- noch im Dreidimensionalen, gemacht werden können. Hier wird das menschliche Auge getäuscht.
Vergleiche also nie zwischen grossen und kleinen Einheiten darstellen, sondern mit mehr oder weniger,
also je ein Zeichen für eine bestimmte Mengen.


PROGNOSEN NICHT MARKIEREN – PERIODENVERÄNDERUNG

30b-01Manipulation durch Weglassen der Kennzeichnung von Prognosen: Werden wirkliche Zahlen mit Prognosen im selben Diagramm eingesetzt, müssen sie klar als solche gekennzeichnet werden.
Manipulation durch unterschiedliche Perioden auf der gleichen X-Achse: Die Zeiteinteilung der Grundlinie (X-Achse) wird verändert. Anstatt pro Jahr werden bei gleichen Abständen plötzlich pro Quartal Kolonnen eingetragen.